Verordnung über das Halten von Hunden

 

 

 

Auf Grund des Art. 18 Abs. 1 des Landesstraf- und Verordnungsgesetzes (LStVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. Dezember 1982 (BayRS 2011-2-I), zuletzt geändert mit Gesetz vom 16.12.1999 (GVBl. S. 521) erläßt die Gemeinde Töpen folgende

 

Verordnung:

 

§ 1

Leinenpflicht

 

(1)     Große Hunde müssen auf öffentlichen Anlagen sowie auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und im Umgriff von 200 m angeleint werden. Kampfhunde und aggressive Hunde müssen stets angeleint werden.

(2)     Die Person, die den Hund führt, muß von ihrer körperlichen Konstitution her stets in der Lage sein, das Tier sicher zu halten.

(3)     Die Leine muß aus reißfestem Material sein und darf eine Länge von als 3 m nicht überschreiten.

 

§ 2

Mitführverbot

 

Das Mitführen von allen Hunden ist im Friedhof, auf Kinderspielplätzen und in Freibadanlagen der Gemeinde Töpen verboten.

 

§ 3

Klassifizierung

 

(1)     Große Hunde im Sinne des § 1 Abs. 1 sind Tiere mit einer Schulterhöhe von mind. 40 cm. Zu ihnen gehören u.a. erwachsene Hunde der Rassen Schäferhund, Boxer, Dobermann, Rottweiler, Bernhardiner und deutsche Dogge.

(2)     Kampfhunde im Sinne des § 1 Abs. 1 sind nach Art. 37 Abs. 1 Satz 2 LStVG Hunde, bei denen auf Grund rassespezifischer Merkmale, Zucht oder Ausbildung von einer gesteigerten Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren auszugehen ist. Der Begriff „Kampfhund“ wird in der Landesverordnung vom 10.07.1992 (GVBl. S. 268) näher bestimmt.

(3)     Aggressive Hunde im Sinne des § 1 Abs. 1 sind Hunde, die eine gesteigerte, über die natürliche Veranlagung hinausgehende Kampfbereitschaft und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren aufweisen; insbesonders sind dies Hunde,

a)       die sich als bissig erwiesen haben,

b)      die wiederholt in gefahrdrohender Weise Menschen angesprungen haben, oder

c)       die wiederholt Vieh, Katzen, Hunde oder Wild gehetzt oder gerissen haben.

 

§ 4

Räumlicher Geltungsbereich

 

Diese Verordnung gilt auf allen öffentlichen Anlagen sowie auf allen öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen im gesamten Gemeindebereich von Töpen.

 

§ 5

Ordnungswidrigkeiten

 

Nach Art. 18 Abs. 3 LStVG kann mit Geldbuße belegt werden, wer vorsätzlich oder fahrlässig

1.       entgegen § 1 Abs. 1 große Hunde, Kampfhunde und aggressive Hunde auf öffentlichen Anlagen sowie auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen frei umherlaufen läßt,

 

2.       entgegen § 1 Abs. 2 einen Hund einer Person überläßt, die nicht die Gewähr dafür bietet, das Tier sicher an der Leine halten zu können,

3.       keine nach § 1 Abs. 3 vorgeschriebene Leine benutzt oder

4.       entgegen § 2 Hunde in Friedhöfen, Freibadanlagen und Kinderspielplätzen mitführt.

 

§ 6

Ausnahmen

 

Von der Geltung der Verordnung sind ausgenommen

a)       Blindenführhunde,

b)      Diensthunde der Polizei, des Strafvollzugs, des Bundesgrenzschutzes, der Zollverwaltung, der Bundesbahn und der Bundeswehr im Einsatz,

c)       Hunde, die zum Hüten einer Herde eingesetzt sind,

d)      Hunde, die die für Rettungshunde vorgesehenen Prüfungen bestanden haben und als Rettungshunde für den Zivilschutz, den Katastrophenschutz oder den Rettungsdienst eingesetzt sind, sowie

e)       im Bewachungsgewerbe eingesetzte Hunde, soweit der Einsatz dies erfordert.

 

§ 7

Inkrafttreten und Geltungsdauer

 

Diese Verordnung tritt am Tage ihrer Bekanntmachung in Kraft. Sie gilt 20 Jahre.

 

Töpen,

 

Gemeinde Töpen

 

Friedrich

1. Bürgermeister

 

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